Equine NotionAnfragen

Pflegeparadox · 12. Aug. 2023

Umgebungsmangel vor dem Eingriff

Warum die erste diagnostische Frage oft der Umgebung gelten sollte und nicht dem Charakter des Pferdes.

Umgebungsmangel vor dem Eingriff

Wenn ein Pferd ein wiederkehrendes Problem entwickelt, beginnt der Mensch oft beim Pferd: Temperament, Ausbildung, Respekt, Dominanz, Faulheit, Angst, Sturheit, Gewohnheit. Diese Erklärungen mögen manchmal ein Körnchen Wahrheit enthalten. Doch sie kommen oft zu früh.

Equine Notion stellt eine vorausgehende Frage: welcher Umgebungsmangel könnte dieses Verhalten hervorbringen?

Das Pferd ist nicht vom System getrennt

Ein Pferd, das sich am Tor drängt, ist vielleicht nicht unhöflich. Es lebt womöglich in einer Anordnung, in der alle wichtigen Ereignisse am Tor geschehen. Ein Pferd, das Futter bewacht, ist nicht moralisch schwierig. Es erlebt vielleicht Ressourcenknappheit, schlechte Verteilung oder sozialen Druck. Einem Pferd, das unruhig wirkt, mangelt es nicht an Disziplin. Es fehlt ihm vielleicht an Bewegung, an durchgehendem Raufutter oder an bedeutsamer Wahlmöglichkeit.

Verhalten gehört zu einem System.

Wird das System nicht gedeutet, wird das Pferd zum bequemen Ort für Schuldzuweisung.

Mangel bedeutet nicht Vernachlässigung

Umgebungsmangel bedeutet nicht immer, dass der Besitzer nachlässig ist. Viele Mängel sind in verbreitete Haltungssysteme eingebaut: begrenztes Land, einzelne Futterstellen, glatte, aber eintönige Oberflächen, Isolation, enge Tore, vom Menschen bestimmter Zeitplan und vereinfachte Umgebungen.

Der Besitzer arbeitet vielleicht hart innerhalb einer Gestaltung, die immer wieder denselben Druck erzeugt.

Einen Mangel zu erkennen ist kein Vorwurf. Es ist der Anfang besserer Gestaltung.

Die Falle des Eingreifens

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