Warten erzeugt Anspannung
Von außen sieht Warten still aus. Ein Pferd steht nahe einem Tor, beobachtet eine Tür, verfolgt ein Fahrzeug, lauscht auf einen Eimer oder hält seine Position an einem engen Zugangspunkt. Weil nichts Dramatisches geschieht, übersehen Menschen vielleicht die emotionalen Kosten.
Doch Warten ist nicht immer Ruhe. Warten kann stillgehaltene Anspannung sein.
Equine Notion achtet auf das Warten, weil viele domestizierte Systeme Pferde bitten, auf Menschen zu warten, um Grundlegendes des Lebens freizugeben: Futter, Bewegung, Gesellschaft, Weidegang, Schutz, Kontakt oder das Nachlassen von Druck.
Der Körper des Wartens
Ein wartendes Pferd mag nicht explosiv wirken. Die Zeichen können kleiner sein: starre Aufmerksamkeit, wiederholtes Umtreten, das Bewachen eines Platzes, Ohren, die sich zur menschlichen Aktivität wenden, das Blockieren eines anderen Pferdes, Stehen ohne zu grasen, wiederholtes Zurückkehren zu einem Tor oder Schärfe, wenn das erwartete Ereignis endlich eintritt.
Das Problem ist nicht die Erwartung selbst. Pferde können Abläufe lernen. Das Problem zeigt sich, wenn der Ablauf eine Abhängigkeit vom menschlichen Zeitpunkt für Bedürfnisse erzeugt, die beständiger oder selbstbestimmter sein sollten.
Ein Pferd, das auf ein Leckerli wartet, unterscheidet sich von einem Pferd, das auf Futterzugang wartet. Ein Pferd, das auf einen Menschen wartet, den es mag, unterscheidet sich von einem Pferd, das darauf wartet, aus der Enge entlassen zu werden. Der Beobachter muss die emotionale Struktur unterscheiden.
Warten verändert das soziale Leben
Wenn Ressourcen nach Zeitplan kontrolliert werden, mögen sich Pferde um den Zeitplan herum organisieren. Ranghöhere Pferde mögen die besten Positionen vor der Fütterung beanspruchen. Rangniedrigere Pferde mögen an den Rändern verweilen. Das Tor mag sozial aufgeladen werden. Die Ankunft des Menschen mag die ganze Herde stören.
Das Feld dreht sich weniger um den Grasrhythmus und mehr um die Erwartung.
Das ist ein Grund, warum mehr Management nicht immer mehr Ruhe schafft. Erzeugt das Management viele Wartepunkte, mag es Momente der Anspannung vervielfachen.